Dies ist ein Beispiel für die Darstellung der Nagolder Mobilitätspolitik:

Auf vorderster Nagolder Seite wird Nagold wieder als vorbildlich dargestellt. Sogar in der Funktion eines Pilotprojektes!
Die Nagolder CO2 – Emission ist momentan größer als 150 000 Tonnen jährlich.
Stellt Euch das einmal vor:   150 000 Tonnen, das  sind 150 Millionen Kilogramm.  Hätte jeder Nagolder Bürger vier Mittelklassewagen, dann wären das 100 000 Autos.  Die Masse dieser 100 000 Autos emittieren wir jährlich in Form von CO2 in die Luft. Mit unseren Heizungen, unseren Autos, auf dem Bau, mit unseren Betrieben.  Wir sollten anfangen, hieran etwas zu ändern.  Ändert dieses Pilotprojekt etwas daran?

Wir werden konsequent im Schwarzwälder Boten an der Realtität vorbeigeführt.

Das pop-up-Projekt am 18.6. hat einen ablehnenden Bescheid des Nagolder Ordnungsamt erhalten und wird nun abgesagt bzw. verschoben!  Wir stellen Euch trotzdem vor, was wir planen:

„NFF & FFF Nagold/Calw verfolgt das Ziel mit einer Pop–up Radweg Aktion auf die vernachlässigte Fahrradinfrastruktur und die Bevorzugung des Automobils in der Stadt Nagold aufmerksam zu machen. Für einen konsequenter Klimaschutz trägt ebenfalls die Stadt eine Verantwortung. Das Automobil genießt auch in Nagold eine unverhältnismäßige  Bevorzugung. Diese Bevorzugung verursacht Kosten die auf die Allgemeinheit abgewälzt werden z.B. Produktion an Abgasen wie Feinstaub, klimaschädliche Treibhausgase, Verkehrstote/verletzte. Damit auch Nagold seinen Teil an Zukunfstverantwortung wahr nimmt, fordern wir NFF & FFF eine Verbesserung einer alltagstauglichen, zielführenden und sicheren  Fahrradinfrastruktur.”

——-Tage der Schulweg-Planung——-

Auf dem Weg zu unserer Vision arbeiten wir an einem ersten Projekt. Wir planen  Aktionstage zwischen Pfingsten und den Sommerferien in Kooperation mit der Stadtverwaltung und dem OHG, der Zellerschule und der Burgschule, einenWettbewerb für Schüler und Klassen, möglichst zahlreich mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Wir wollen damit  die Stadt Nagold unterstützen mit dem Projekt „Stadtradeln“, das vom 14.6. bis 4.7.2021 zum zweiten mal in Nagold stattfinden wird.

Den Schülern soll viel Aufmerksamkeit zukommen. Pop-up Wege sollen in der Innenstadt für einen geregelten Verkehrsfluss sorgen.

Erste Gespräche werden geführt.  Jeder Interessierte ist willkommen mit Anregungen und zur Mitwirkung. Wir halten Euch hier immer auf dem aktuellen Stand!

Eine Wegstrecke ist kein Teil meines Lebens, den ich hinter mich bringen muss sondern ein Teil meines Lebens, den ich gestalten und bewusst wahrnehmen möchte (dies ist beim Zweiradfahren von März bis November gut möglich).

Dies ist die Vision, die den geplanten Veränderungen zugrunde liegt:

 Ein überfüllter Bus ist ein Risiko für Coronainfektionen
Nun fahren viele Eltern ihre Kinder zusätzlich
mit dem privaten PKW zur Schule, das ist eine hohe Belastung fürs Klima.

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Am Freitag, den 18.6.  von ca. 11 bis 13 Uhr möchten wir einen pop-up-Weg in der Haiterbacher Strasse installieren. Vom Aral-Kreisel bis zum Vorstadtplatz. Wir wollen Fahrradfahrern damit Wertschätzung geben und ein sicheres Gefühl. Auch Kinder sind willkommen. An diesem Tag werden Schüler aus der Zellerschule und aus der Burgschule  mit dem Fahrrad zur Schule kommen und sich auf diesem kleinen Stück Strasse wohl fühlen dürfen.

Die Autofahrer wollen wir bitten, solidarisch zu sein mit den Fahrradfahrern aber auch mit ihren Kollegen Autofahrern  –  denn:
Der Platz in Nagold ist knapp für Autofahrer. Stellplätze zu bauen ist nicht die einzige Lösung.
Wir stellen uns vor, dass viele PKW-Fahrer, die in einem Umkreis von weniger als 10 km wohnen und nach Nagold zur Arbeit kommen, vielleicht einmal mit dem Fahrrad oder Pedelec fahren. Das kann sehr angenehm sein und dauert wenige Minuten länger.  Damit halten sie die Stellplätze frei, die all die benötigen, deren Arbeitsweg länger als 10 km beträgt.  Und es ist auch für die Besucher von Nagold kaum anders möglich Nagold zu geniessen.

Mit diesem Gedanken möchten wir den Nagoldern Fahrradfahren näher bringen und Lösungen finden im Einklang mit Bemühungen von Radmobil und der Stadtverwaltung. 

Der Antrag dazu ist auf dem Ordnungsamt gestellt.

So geschehen in Tübingen

Lösung:  Das Fahrrad oder das Pedelec (oder zu Fuß)
(keine neue Idee, aber jetzt eine Notwendigkeit)

Ihr Kind lernt Pedelec fahren. Es geht NICHT um Geschwindigkeit (Für ein gesundes Bewegungsvermögen ist das Fahrradfahren genauso wichtig wie das Schwimmen).

Es können sich Gruppen bilden aus Hochdorf, Vollmaringen, Schietingen, Mötzingen, Gündringen, Iselshausen, Emmingen, Pfrondorf, Mindersbach, Rohrdorf, Ebhausen, Ebershardt, Wart, Jettingen, Rotfelden, Wildberg…, die gemeinsam zur Schule und nachhause fahren.

Argumente: Das Klima, Gesundheit, das Klima, Bewegung, das Klima, Freude, Spaß (fragen Sie ihr Kind), das Klima,  Finanzen, das Klima, Stress, schrittweise Abschaffung der Großbusse u.a.

Bedenken: Unendlich viele, aber
Für alles gibt es eine Lösung!

Eine wesentlich wirksame Maßnahme sehen wir in folgendem:  Wir erinnern jeden Radfahrer hartnäckig, dass er nach seiner Fahrt einen Zettel schreibt, in dem er seine Erlebnisse dokumentiert ( „an dieser Stelle passierte fast etwas“ – “ hier musste ich absteigen“ – hier wurde ich von einem Fußgänger beschimpft“ – hier fühlte ich mich nicht wohl, die Autos fuhren zu knapp vorbei“ )  Diese Dokumente werden dem Rathaus zugeleitet, damit die entsprechenden Maßnahmen durchgeführt werden können.

Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie an uns:

„Mein Kind und ich haben Interesse an der Teilnahme eines Projektes „Schulbike“.

Eine Batterie für ein kleines E-Auto (VW up) hat eine Kapazität von  30 kWh.  Die Batterie für ein Pedelec  500 Wh.  So kann man schätzen, dass aus den Rohstoffen einer E-Autobatterie etwa 60 Pedelecbatterieen hergestellt werden können.

Das Aufladen einer Pedelecbatterie kostet etwa 16 cent ( bei einem Strompreis von 33 cent/kWh).

Die Herstellung einer Pedelecbatterie belastet Menschen, Umwelt und Klima. Der Ausgleich dieser Belastungen wird sicherlich nicht nur Monate, sondern Jahre brauchen (wie bei fast allen Innovationen), deswegen gehört eine gute Pflege des Rades und der Batterie fest dazu.

Tausend Nagolder Schüler aufs Rad !

                   Zeitplan 2 Jahre

Übrigens (25.6.2021):  Nicht nur Schüler –  Berufstätige, die näher als 5-10 km entfernt wohnen, sind genauso angesprochen


Anstelle in Urlaub zu fliegen, wäre es doch sinnvoll, in einen guten Schulweg zu investieren.

    Mallorca verträgt sich nicht mit der auf uns zukommenden Klimakrise.

                                   Heute im Schwarzwälder Boten (18.2.2021)