Donnerstag, 24. Juni,  e-mail-Antwort von Herrn Bürgermeister Hagen Breitling an Nagold For Future
Nachrichtlich an Großmann,Jürgen; Gräschus,Achim; Fuhrländer,Ralf; Knall,Christopher
AW Mit der Bitte um Beginn einer konstruktiven Arbeit

 

Sehr geehrte Damen und Herren Nagold for Future,

OB Großmann hat mich gebeten, das an Ihre Mail vom 21.06.2021 angehängte Schreiben zu beantworten. Gerne will ich in Abstimmung mit den von Ihnen im Schreiben ebenfalls angesprochenen Kollegen hiermit antworten und Stellung nehmen.

Zunächst erscheint mir aber folgende Anmerkung grundsätzlich angebracht: Wer Dialog und Kommunikation einfordert, sollte zumindest die Grundregeln der schriftlichen Kommunikation beherrschen. Das Briefeschreiben ist Gegenstand des Bildungsplanes Deutsch in der Grundschule. Lektion 1 umfasst die korrekte Anrede (die ist Ihnen fast gelungen) und das Abschließen eines Briefes mit Grußformel (bspw. Mit freundlichen Grüßen) und mindestens einer Unterschrift des Autors. Allein die Tatsache, dass wir Ihnen mit dieser Anrede (s. o.) antworten müssen, offenbart wiederholt Ihre offensichtlich fehlende Anstandsbasis für einen (schriftlichen) Dialog.

Auch inhaltlich wird diese Erfordernis nicht viel besser erfüllt. Eine Aneinanderreihung diverser Zitate und deren teilweise bizarr anmutende Interpretation, wie Bürgerinnen und Bürger diese zu verstehen hätten, ist kein Mehrwert für zielführende Sacharbeit der mit Klimaschutzfragen betrauten Akteure nicht nur in der Stadtverwaltung.

Aus Ihrem Schreiben lässt sich an keiner Stelle Ihre Bereitschaft zu einer kooperativen Mitarbeit Ihrer Gruppe an Klimaschutzprojekten der Stadt erkennen. Im Gegenteil: Sie bleiben bei abstrakten, lokal nicht wirklich greifbaren plakativen Forderungen, pauschalen Verurteilungen (natürlich ist es immer die Autoindustrie, welche den Großteil der Menschen in unserer Region in Lohn und Arbeit hält) und kruden Behauptungen („Systematische Distanzierung“). Sie drohen mit Konfrontation, obwohl Sie diese mit diesem Schreiben bereits schon wieder befeuern.

Dieses Schreiben, eingegangen keine fünf Tage nach vorsichtiger Wiederaufnahme eines Dialogs, vermittelt erneut, dass Ihnen Zusammenarbeit nicht wirklich wichtig ist, sondern Konfrontation, alleinige Deutungshoheit und Bevormundung der Bürgerschaft. Wir halten es für eine Frechheit, dass Sie den Bürgerinnen und Bürgern unterstellen, sich grundsätzlich falsch zu verhalten und keinen Sinn für die eigene Beurteilung und klimaverantwortliche Ausrichtung des individuellen Lebensstandards (schreibt man übrigens nicht ohne Grund mit weichem „d“, da es keine Kunst, sondern eine eigenständige alltägliche Herausforderung ist). Ihr Duktus lautet: Wenn sich die Bürgerschaft mit wahren Fakten des weltweiten Klimaproblems befasst , wird sie seelisch und körperlich krank.

Dann ist es ja wirklich hilfreich, dass „Nagold for Future“ lokal wenigstens mit konfrontativen Aktionen und der Umdeutung von konkreter Arbeit an den Aufgaben (bspw. Radwegekonzept) zur Heilung beiträgt. Selbstverständlich berichtet aus Ihrer Sicht auch die Lokalpresse völlig falsch darüber („Eine ganz andere Berichterstattung ist erforderlich“). Sehr bedenklich ist eine solche Aussage von einer Gruppe, die so krampfhaft darauf abzielt, dass täglich über Ihre Aktivitäten berichtet wird, seien diese noch so oberflächlich und von wenig realistisch umsetzbaren Ideen gekennzeichnet. Gerne helfen wir Ihnen auch in dieser Disziplin weiter, indem wir auf Artikel 5 des Grundgesetzes verweisen und betonen, dass wir nicht in einer „Meinungsdiktatur“ leben.

Deshalb ist es am Ende immer noch die Entscheidung der Vorsitzenden und Mitglieder von Gremien und Beiräten, wer, wann und zu welchem Thema in welcher Sitzung vorstellig werden kann. Eine Plattform für plakatives „Brainstorming“ oder womöglich „Brainwashing“ wird Ihnen der Klimaschutzbeirat nicht sein. Hier wird über konkrete Projekte und deren Fortschritt beraten, mit dem Ziel diese zu optimieren und möglichst nachhaltig in Nagold (und nicht weltweit) zu realisieren.

Solange bei „Nagold for Future“ Informationsaustausch als Austausch von faktenbasierter Information zu thesenbasierter Interpretation verstanden und gelebt wird sowie es am Basiswissen in Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde mangelt, werden Ihre Erwartungen und Forderungen gegenüber Verantwortungsträgern und Projektverantwortlichen in der Verwaltung, in der Wirtschaft und in der Bürgerschaft nicht wirklich ernst genommen werden können. Dann wird es tatsächlich besser sein, dass „Nagold for Future“ weiterhin weit am wahrheitsgemäßen Inhalt der Themen vorbei „arbeitet“.

Freundliche Grüße
Hagen Breitling

Stadtverwaltung Nagold
Bürgermeister

Badgasse 6
72202 Nagold

Tel.: +49 7452 681 – 245
Fax: +49 7452 681 – 5245
E-Mail: hagen.breitling@nagold.de

Internet: www.nagold.de

 21.6.2021

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Großmann, sehr geehrte Herren Knall, Fuhrländer und Gräschus.

Wir vereinbarten: Keine Beleidigungen mehr. Die Bemerkung „das geht in eine Richtung – -das bringt gar nichts“ ist korrekturwürdig. Dabei ist auch dies nicht wirklich wichtig. Damit aber solche Dinge nicht wieder passieren müssen, fordern wir:

 Keine Falschmeldungen mehr. Die Worte von Herrn Fuchtel stehen immer noch im Raum(Herr Fuchtel schreibt am 9.12.2020:  „Nagold weist zukunftweisende Investitionen in Treibhausgasminderung, Temperaturregulierung und Wasserregulierung auf. Unsere Gesellschaft fordert einen nachhaltigen Klimawandel. Nagold kann jetzt zeigen wie es geht“.

Sie wirken. Dem Nagolder Bürger wird gesagt, er müsse sich nicht verändern. Der Nagolder Bürger verhält sich richtig. Er tut was gegen den Klimawandel. Solche Meldungen werden gerne gelesen und dienen der Verdrängung der bedrohlichen wissenschaftlichen Meldungen.

Die Meldung im Amtsblatt: „Umstieg aufs Rad im Alltag und in der Freizeit – Projektgruppe Radmobil beschäftigt sich intensiv mit der Thematik“ am 30.April wird der Gesamtproblematik der Verkehrswende nicht gerecht. Dem Bürger wird wieder signalisiert, er könne sich auf andere verlassen.  Dabei hatte die Projektgruppe Radmobil zu diesem Zeitpunkt keinen Termin zu einer Sitzung, weder eine Zusammenkunft noch eine Videositzung.  Die Beschäftigung bezog sich wohl auf die Vorbereitung des Stadtradelns wie im Jahr zuvor.

Kann man von einer (unbezahlten?) Projektgruppe – sozusagen nebenher – erwarten, dass sie Bewegung in ein Verhalten bringt, das die Automobilindustrie massiv dominiert?

Die Worte von Herrn Oberbürgermeister Großmann : „Wenn wir heute CO2-neutral wären, wäre nichts gewonnen. Die Rettung des Klimas wird in Afrika, Asien und Lateinamerika entschieden“ –solche Worte sind demotivierend für  Anstrengungen bei Schülern und Schulen, für junge Mütter und Großeltern, vergiften Klimadebatten, vermitteln ein Gefühl der Macht – und Hilflosigkeit, verfestigen den Gewissenskonflikt in uns allen und das machen uns seelisch und körperlich krank. Solche Worte vermitteln uns, dass es keinen Sinn macht, eine Alternative zu unserem jetzigen „Lebensstandart“ zu suchen.– Am 21.6. habe ich noch einen Abschnitt aus dem Urteil des BVG nachgereicht–

Die systematische Distanzierung des Klimawandels von der Nagolder Verantwortung ist nicht mehr hinnehmbar. Eine ganz andere Berichterstattung ist erforderlich.

Dabei gibt es zwei Wege. Entweder kooperativ oder konfrontativ.
Wenn die Stadtverwaltung hier nicht umgehend aktiv wird, wird Nagold For Future das tun, in den Schulen, in der Presse, in den sozialen Medien, auf der Straße.

Ich möchte dabei Luisa Neubauer zitieren: „Die politischen Parteien führen eine verlogene Klimadebatte. Ärmere Menschen werden als ‚Ausrede genutzt‘, um weniger Klimaschutz zu betreiben. Dabei haben die politisch Verantwortlichen jahrzehntelang soziale Ungerechtigkeit befürwortet und eine Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen gemacht“.

Für den Beginn eines Dialoges mit Ihnen, Herr Oberbürgermeister, Herrn Fuhrländer, Herrn Knall und Herrn Gräschus möchte ich mich bedanken.

Wie von Ihnen angesprochen erwarten wir eine diskursive Sondersitzung des Klimabeirates mit Nagold For Future ( eine sachliche Vorstellung der Bürgerinitiative, die aus dem „Ihr“ von Fridays for Future ein „Wir“ von Nagold For Future macht) – eine Art brainstorming – nach der ersten öffentlichen Sitzung des Klimaschutzbeirates. Dies ist als direkter Informationsaustausch bei unterschiedlichem Wissensstand und unterschiedlicher Einschätzung der aktuellen Situation dringend erforderlich, also noch dieses Jahr.

Wir bitten um einen ersten Termin nach unserem ersten Dialog zu konkreten Schritten aufeinander zu – bitte noch vor der Sommerpause. Nagold For Future arbeitet sonst wieder an Ihnen vorbei.

 

                                                         Nagold , den 16.6.2021

Gesprächsnotiz mit  Herrn OB Großmann,
                                       Herrn Fuhrländer,
                                       Herr Knall
                                       Herr Gräschus             und mir.

Im großen Sitzungssaal,  9.00 Uhr bis 10.00 Uhr.

Ein Stick ist nicht erlaubt, aber wir spielen das Imagine- Video auf der großen Leinwand und auf den Monitoren aus der homepage ab. Ich lege Herrn OB den deutschen Text vor. Er fragt am Schluss, ob er den Text behalten darf.

Herr OB Großmann erläutert seine Situation, wie die Menschen reagieren auf eine Ölpreiserhöhung ( € 100.- sind für manchen der eine Ölheizung hat viel). Er weist auf die laufenden Arbeiten und Leistungen der Verwaltung hin. Komplett grüner Strom(teuer). Er will „sensiblen CO2- Abbau“.

Eine Vorstellung von NFF in der ersten öffentlichen Klimaschutzbeiratsitzung sei noch nicht möglich, die Tagesordnung sei sehr lang. Er stellt einen (einmaligen?) „diskursiven Beirat mit Nagold for Future“ in Aussicht – eine Extrasitzung – eine Art brainstorming.

Er denkt über einen symbolischen Betrag zum Anreiz zu Veränderungen bei den Bürgern an (Herr OB bemerkt dabei –  ohne Verlust am Lebensstandart und ich bitte ihn eher von Lebensqualität zu reden) – einen Zuschuss von € 100.- für eine Solaranlage- einen Zuschuss bei Umstellung von Fossil auf Umwälzpumpe – einen Zuschuss beim Wechsel des PKW auf H2 oder elektro –    aber er stellt das selbst gleich wieder in Frage.  Ich meine , dass Veränderungen nicht oder schwer nur übers Geld erreicht werden.  Herr OB stimmt zu – aber wie?

Dann darf ich unser Anliegen vorbringen – alle hören mindestens 5 Minuten aufmerksam zu.  Nagold ist so schön und attraktiv – aber die Bürger bekommen auch signalisiert: Nagold ist vorbildlich.  Fakt ist, dass der ökologische Fußabdruck nicht gut ist. Wir sind ja alle daran beteiligt.  Wir möchten, dass Fakten und Zahlen bekannt gegeben werden um damit ins Gespräch zu kommen – nicht um zu resignieren oder zu entmutigen, sondern um uns zu bewegen.
Denn wir leben in einem Konflikt wenn wir abends die Nachrichten sehen und dann Nagold genießen wollen. Und so verdrängen wir diese Gedanken aber wir fühlen uns nicht wohl dabei. Das belastet unsere seelische Gesundheit und das wiederum macht uns auch körperlich krank.

Beispiel Hospizgruppe Nagold:  Wenn die Hospizgruppe zusammensitzt, kommt es zu ausgelassenem lachen und feiern.  Denn hier wird gute Arbeit gemacht ohne Beschönigung der Realität – das Gewissen ist recht frei.

Ich berichte über ein Ereignis vorgestern. Ich fahre seit 1 Jahr jeden Montag nach Rohrdorf in die Sprechstunde. Ein 30 – jähriger Patient kommt mit Lippenplatzwunde(genäht) – Rippenbruch, Blutergüsse.  Er fuhr mit dem Fahrrad – wollte nach links abbiegen – gab Zeichen, fuhr auf die Abbiegespur. Ein PKW überholte ihn auf der Abbiegespur und bog vor ihm links ab.  Der Pat erschrak, es war knapp.  Er machte ein Handzeichen – die offene Hand vor der Stirn hin und her.  Der PKW-Fahrer sah das im Rückspiegel.
Der Pat fuhr weiter auf dem Fahrradweg. Nach 2 km sah er den PKW am Fahrradweg stehen. Der fuhr auf dem Fahrradweg hinter ihm her, drängte ihn ab, stieg aus und schlug auf ihn ein.

Ich berichte weiter, dass wir ein positives Miteinander fördern wollen, auch die Solidarität der PKW-Fahrer untereinander (siehe homepage – Arbeitsweg unter 5 km..) das schafft freie Parkplätze.

Nun meint Herr Großmann, dass wir doch nicht mehr mit gegenseitigen Beleidigungen agieren sollten.  Ich stimme zu und entschuldige mich für meine Aussage: „ Die Gemeinderäte kapieren das nicht“.  Herr Großmann nimmt das an und zeigt:– vorbei..

Herr Großmann macht nun ein Angebot:  Zwei Vertreter von NFF, er und Herr Knall wollen uns alle 2 Monate treffen zu einem Gedankenaustausch. Er sagt  -wir machen ein sure-fix.

Ich frage Herrn Knall nach aktualisierten Zahlen der CO2 – Emission pro Nagolder Bürger.  Er kann mir kein Datum nenne. Herr Großmann verspricht mir dann – dieses Jahr noch.   Herr Knall ist auch der Meinung, dass aktuelle Zahlen (2018 im Vergleich zu 2013)für die Klimasitzung sehr wichtig sind.

Herr Großmann peilt dieses Jahr noch eine zweite Sitzung an(evtl).

Dann das pop-up-Projekt: Herr Großmann spricht es an und meint, in der derzeitigen Straßenbausituation würde das mehr Ärger verursachen als unserem Anliegen nützen – zumindest auf einer Innenstadt-Zufahrtstraße. 

Herr Gräschus fängt an – das gegen überhaupt nicht – verstoße gegen die Straßenverkehrsordnung. Auf Alternativen will er gar nicht eingehen, er will alles pauschal ablehen -wegen Details ( „Sie können nicht einfach eine Straße sperren….“)   Herr Großmann und ich fallen ihm ( gefühlt übereinstimmend) ins Wort und sagen – jetzt keinen Einzelheiten! Und Herr Großmann möchte uns  einen Termin geben um mit dem Ordnungsamt in die Einzelheiten zu gehen. – Ein extra Termin.

Zum Schluss bitte ich noch um eine Zahl:

In der ARD habe ich gehört von einer Wissenschaftlerin aus Heidelberg, dass die Stadt Heidelberg im Jahr 2020 den PKW -Verkehr mit € 240.-pro Einwohner gefördert hat, den Radverkehr mit € 5.-.

Herr Knall war unsicher, wie er an solche Zahlen kommen kann, Herr Großmann sagte darauf, „Herr Hartmann -wenn Sie uns sagen, wie die Heidelberger das gerechnet haben, dann machen wir das auch“.  Also werde ich das eruieren.

Im Übrigen war es ein Gespräch, in dem mir der Herr Oberbürgermeister immer in die Augen geschaut hat – und zwar auf Augenhöhe.  Und ich durfte mich gut fühlen.  Eine Taube kam ins Sitzungszimmer geflogen-  Herr Fuhrländer fing sie mit den Händen ein und ließ sie fliegen.

                                                         Nagold , den 10.6.2021

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Großmann,

Heute kommt ein schöner Bericht im Nordschwarzwaldblatt übers Stadtradeln.
Dieser Bericht ist völlig im Sinne von Nagold For Future und wir haben ja auch ein Team angemeldet.

Im Teil Baden-Württemberg steht:  Die erste Radprofessorin Deutschlands in Karlsruhe sagt – „ Stress brauchen wir nicht –  ich stehe pop-up-Radwegen durchaus positiv gegenüber. Durch pop-up-Radwege wird Radfahrern Raum gegeben, den sie brauchen, auch mit dem nötigen Abstand zum Verkehr. Damit bekommt der Radverkehr eine neue Wertschätzung. Nach dem Motto:  Wir sehen Dich, wir möchten dass Du sicher vorankommst und nicht im Mischverkehr fahren musst. Wir konnten erleben, dass dadurch Personen mit dem Rad gefahren sind, die sich vorher nicht getraut haben, was ein Gewinn für alle ist“.   Weiter: „ Ich möchte zeigen, dass das Fahrrad ein(! das kommt von mir) Verkehrsmittel der Zukunft ist und sich Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur lohnen“.

Wir haben einen pop-up Weg beantragt und uns wurde kein Planungstermin gegeben.  Wir möchten dies bald erneut beantragen.

Wir wünschen uns direkten Dialog mit Ihnen und der Verwaltung.

Unsere Anliegen sind: 

Verständliche Darstellung der Nagolder CO2-Bilanz für alle Bürger. Ohne den Spaß am Leben zu verderben.  Nagold blüht, doch das Blühen soll auch Bestand haben für die nahe Zukunft. Die Bürger spüren, wenn sie die wissenschaftlichen Berichte aus den Medien sehen, hören und lesen, dass sie in eine Schuld geraten. Das tut uns allen nicht gut.

Wir können sofort dazu sagen, dass wir heute beginnen können, uns zu verändern, ohne dabei Lebensqualität zu verlieren. Schritt für Schritt, aber heute.

Die Stadt Nagold stellt sich vorbildlich dar. In fast allen Bereichen stimmt das ja auch – außer im Bereich des Klimawandels, des ökologischen Fußabdruckes. Und das ist die Überschrift über unser verantwortliches Handeln. Der Eindruck, Nagold wäre auch vorbildlich im Klimaschutz steht jeder wissenschaftlichen Meldung für die nahe Zukunft entgegen. Das spüren vor allem die jungen Menschen und verlieren Perspektive und Motivation.

Der aktuelle ökologische Fußabdruck von Nagold ist eine unauslässliche Information zu einer ehrlichen motivierten Zukunftsgestaltung in der direkten Verbindung zu Lösungen und Veränderungen ohne Lebensqualitätsverlust.

Das wäre der erste Schritt, den wir gemeinsam gehen könnten – Nagold For Future hat in seiner homepage schon darauf hingewiesen – es wäre jedoch wichtig, diese Daten von der Stadt Nagold bestätigt oder korrigiert zu haben.

Neue Daten lassen sich unserer Meinung nach in wenigen Tagen mit Hilfe des Klimaschutzkonzeptes von 2016 ermitteln.

Diese Daten sollten dem Klimaschutzbeirat im August vorgelegt werden.

Gerne möchten wir anfragen, ob wir uns im Klimaschutzbeirat kurz vorstellen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen     Nagold For Future